

Gedanken zum Schaustück Ritus
Wiedergänger
Die Idee: Ein “Verstorbener” wird begraben und kehrt kurze Zeit später wieder zurück, stirbt erneut und reinkarniert immer wieder. Der vegebliche Kampf gegen die Vergänglichkeit. Der Hauptdarsteller ist so etwas wie ein ewiger Wiedergänger. Zusammen mit diesem “Toten”, aber gleichzeitig sehr lebendigen Akteur wird der Zuschauer verwickelt in alle möglichen Formen der Trauerkultur, in eine katholische, eine evangelische Grablegung, eine Baumbestattung im “Friedwald”, er lernt nichtkonfessionelle und sehr unkonventionell gestaltete Beerdigungsrituale kennen, auch ein Kinderbegräbnis und sieht sich nicht zuletzt mit der Idee des anonymen Grabes konfrontiert.
Das eigentlich Traurige des Themas wird überlagert durch die Sympathie für den Dauer-Todeskandidaten, der sich in dem Schaustück lebendiger - oft auch skurriler - verhält als die ständig wechselnde Trauergemeinde. um ihn herum, und durch die Neugier auf all die Rituale, die man sich für ihn einfallen läßt.
Hier ein paar kleine Impressionen. Mit klicken auf das Bild oder (mp3)wird eine Sequence hörbar.
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© 2002 Rainer Schmidt / Bernd Bruns
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